Geschichte des Kaffees

Die Geschichte des Kaffees ist uralt. Schon im Griechenland der Antike bezieht sich Homer, während er die Odyssee schrieb, auf die wohltuende Wirksamkeit einer afrikanischen Pflanze, die im Kampf gegen die Traurigkeit oder Depressionen, eingesetzt wurde.

Eine besonders nette Sage stammt aus dem 15.Jh., etwa um das Jahr 1440. Ein junger abessinischer Hirte wunderte sich über die Lebhaftigkeit seiner Ziegen, nachdem sie die Blätter und Früchte eines bestimmten Strauches verzehrt hatten. Er beschloss, an sich selbst die Wirksamkeit der Wunderpflanze auszuprobieren. Er röstete und zerstampfte die kleinen Früchte des Strauches, nach deren Genuss er sich bald erfrischt und angeregt fühlte.

In Europa wurde der Kaffee erst Ende des 16.Jh. populär, nachdem ein reicher Kaufmann aus Venedig das Getränk nach Italien brachte. Aber noch ein Jahrhundert musste vergehen, bis der Kaffee auf dem europäischen Kontinent und in Nordamerika bekannt wurde. In Paris wurden Kaffeehäuser für den Ausschank des neuen Getränkes eröffnet. Das bekannteste Kaffeehaus dieser Zeit war das "Cafè Procope", der ständige Treffpunkt für Künstler, Schriftsteller, Dichter, Politiker und Offiziere.

In Deutschland war es der berühmte Komponist und Organist Johann Sebastian Bach, ein begeisterter Anhänger des stimulierenden Getränkes, der dem Kaffee zu seinem Siegeszug verhalf.

Sehr bald erkannten die Holländer die wirtschaftlichen Vorteile der Pflanze und begannen Kaffeebäume in ihren Kolonien anzubauen, zumal die Boden- und Klimaverhältnisse in diesen Gebieten sich als besonders günstig erwiesen. Es dauerte dann nur kurze Zeit, bis auch die Franzosen sich in ihren Kolonien mit der Kaffeekultur befassten.
  Kaffee-Plantage Espírito Santo
Kaffeeplantage

Kaffeestrauch
Kaffeestrauch

Kaffeeblüte
Kaffeeblüte